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Vier Pokale für Melsungen

Traditionell folgt auf die Gaunachwuchsrunde ein Wettkampf der „großen“ Turnerinnen und Turner, die also dem Nachwuchs mehr oder weniger lang entwachsen sind. Vier Pokale durften unsere Mädchen und Jungen mit nach Hause nehmen, in jeder Wettkampfklasse, in der wir gestartet sind, stand auch jemand auf dem Podium, und es keinen letzten Platz.

Bevor ich auf die Ereignisse in Neukirchen zu sprechen komme, richten wir kurz unseren Blick nach Frankfurt. Beinahe zeitgleich turnte die KTV Fulda in der 3. Bundesliga ihren letzten Saisonwettkampf bei der Eintracht. Drei Melsunger waren für diese Saison im Kader. In diesem Wettkampf bekam der erste von ihnen einen Geräteeinsatz. Leonard Gröninger durfte am Sprung sein Können unter Beweis stellen. Leider stand er seinen Überschlag-Salto nicht und musste 5 Scorepunkte abgeben. (Eine Erläuterung des Score-Systems kann ich Interessierten gern zukommen lassen.) Damit war Leo bei den Männern der erste Melsunger Aktive in der DTL seit Markus Bosmann vor 20 Jahren.

Zurück in heimische Gefilde. Jonathan Feilcke turnte in der LK 3 (Jg. 2005 u. jünger) erst seinen zweiten Kürwettkampf. Seit den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften hat er gut dazu gelernt. Die Übungen an Boden und Reck konnte er schon technisch besser als vor zwei Monaten zeigen. Am Boden hat Joni mittlerweile die Serie Handstützüberschlag, Salto vw im Programm. Der Abgang am Reck (Salto rw gestreckt) erschreckte beim Einturnen wie auch zum Abschluss der Übung Zuschauer und nicht-Melsunger Turner und Trainer. Beide gingen deutlich vernehmbare Äußerungen wie „huch“ durch die Halle. An den Ringen und am Barren verzichtete Jonathan noch auf neu erlernte Elemente und konzentrierte sich lieber auf die Ausführung. Seinen Pokal durfte er am Ende für 36,10 P in Empfang nehmen.

Wie gestern schon berichtet, musste Lisann Ullrich auf die Titelverteidigung beim Nachwuchs verzichten. Daher gaben wir ihr die Möglichkeit, in der jüngsten Altersklasse P 4/P 5 (9 Jahre u. jünger) im Pokalwettkampf anzutreten und als mit Abstand jüngste Turnerin des Nachmittags weitere Wettkampfpraxis zu sammeln. „Dabei sein ist alles“ war Lisann nicht genug. Mit der zweitbesten Punktzahl am Startgerät Boden (13,40 P) und dem Bestwert am Stufenbarren (13,80 P) erreichte sie in der Summe 39,90 P, was für Rang 2 reichte, gegen Turnerinnen, die über zwei Jahre älter waren.

Gleich vier Turnerinnen trugen die rot-weißen Farben in der P 5/P 6 (11 Jahre u. jünger). Wir durften also hoffen, dass auch im größten Teilnehmerfeld des Nachmittags jemand auf dem Treppchen stehen würde. Aufgrund einer exzellenten Leistung am Sprung (14,45 P) und für sie selbst auch unerwartet, durfte Anna-Laura Ginthum den Pokal und die Goldmedaille aus den Händen der Turnjugendvorsitzenden entgegennehmen. Ihre 41,30 P waren nur 0,10 P weniger als die Siegpunktzahl der beiden älteren Pflichtwettkämpfe. Mit drei 13er-Wertungen, der gleichmäßigsten Leistung aller Turnerinnen, erzielte Malin Bussiek 40,80 P und teilte sich Rang 2 mit einer Sontraer Turnerin.
Weitere Ergebnisse: 4. Charlotte Röse (40,05 P), 5. Mariama Mahn (39,40 P)

Das Mädchen, das in den letzten Woche sehr viel Willensstärke, besonders am Sprung, zeigte, startete in der P 5/P 7 (13 Jahre u. jünger). Zwischenzeitlich untröstlich, weil eine Übung nicht geklappt hat, fand Elinur Karaduman rechtzeitig vor dem abschließenden Sprung wieder die notwendige Konzentration. Die 13,20 P, die sie darauf erhielt, sorgten für einen versöhnlichen Abschluss. Eli strahlte wie das sprichwörtliche Honigkuchenpferd als sie für Rang 3 aufs Podium gerufen wurde (35,85 P).

„Nie wieder P 5 am Sprung, ich möchte jetzt LK lernen“, war Juliana Wagners klare Ansage nach dem Regionalwettkampf an uns Trainer. Innerhalb von sechs Wochen haben wir sie also umgestellt, und sie hat es sofort erfolgreich umgesetzt. Auch Juliana hatte es mit einer älteren Gegnerin zu tun. Trotzdem konnte sie sich in der LK 4 (11 Jahre u. jünger) durchsetzen. Besonders an Sprung und Boden konnte Juliana kräftig punkten. Den Pokal hat sie sich mit 31,10 P erkämpft. Nun gilt es, bis zum nächsten Wettkampf weiter an diesen Übungen zu feilen.

Eine Stufe höher, LK 3 (13 Jahre u. jünger) sammelte Luna Grösch 32,40 P, um ihren Pokal zu gewinnen. Am Sprung lag sie ungefähr auf dem Niveau bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften, am Stufenbarren bei gleichem Ausgangswert hat sie sich seither deutlich gesteigert. An diesen beiden Geräten war Luna am Samstag auch besser als die Turnerinnen in der Altersklasse 14 Jahre u. älter. Der Schwebebalken lief nicht so gut. Als Luna am Boden dran war, haben wir den Wettkampf der Jungs unterbrochen, sodass die ganze Halle ihre spannende Übung mit drei B-Teilen sehen konnte. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis ihr auch im Wettkampf ein C-Teil gelingt.

Als Kampfrichter waren Rebbekka George, Rebecca Kreuz und Sonja Philipp im Einsatz.


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Datum des Ausdrucks: 16.12.2017