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Christian Schulz, Lorenz Funck und Moritz Knaust | Melsunger Turngemeinde 1861 e.v.
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Christian Schulz, Lorenz Funck und Moritz Knaust

Trebur Bei den hessischen Crosslaufmeisterschaften im südhessischen Trebur, die bereits zum dritten Mal auf dem bewährten und anspruchsvollen Parcours rund um das dortige Stadiongelände ausgetragen wurden, überzeugten die Melsunger Christian Schulz, Lorenz Funck und Moritz Knaust. Das U23-Trio, das auch im nächsten Jahr noch einmal in dieser Formation startberechtigt ist, belegte in der Mannschaftswertung der Männer nur vier Punkte hinter der LG Bensheim (36 Punkte) den fünften Platz auf der Mittelstrecke über 4200 Meter.

Den Mannschaftstitel sicherte sich das überragende Trio der SSC Hanau-Rodenbach mit 8 Punkten vor der LG Eschenburg (24 P.) und der LG Eder ( 29 P.). Mit 18 Teilnehmern fand dieser Lauf über 4200 Meter zahlenmäßig eine doppelt so starke Resonanz wie der Langstreckenlauf der Männer, aber Trainer Wagner zeigte sich von der geringen Teilnehmerzahl enttäuscht. Der Melsunger Coach hält die Crossläufe als Vorbereitung für die Freiluftsaison für enorm wichtig, denn nach seiner Ansicht beeinflussen diese Läufe über Stock und Stein nicht nur die Widerstandsfähigkeit und somit die Belastbarkeit des Bewegungsapparates. Ihnen ist auch eine günstige Beeinflussung des psychischen Durchstehvermögens zuzuschreiben.

Im Mittelstreckenrennen der Männer gab es den erwarteten Sieg des 20-jährigen Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach), der sich zu Beginn noch zurückhielt. So wurde zumindest für eine kurze Zeit der Eindruck erweckt, als ob Felix Thum (Eschenburg) seinen Vorjahrestitel verteidigen könnte. Aber nachdem das Feld das erste Viertel der Strecke hinter sich hatte, legte der hessische Hallenmeister über 3000 Meter ein höllisches Tempo vor und zog das Feld bereits in der ersten Runde weit auseinander.

Moritz Knaust, der immer besser wird, benötigte für die erste Runde 4:53 Minuten und hatte nach dem ersten Drittel noch Kontakt zu seinen beiden Melsunger Mitstreitern. Aber schon nach der ersten Runde spiegelte sich in den Gesichtern des MT-Trios ihr schnelles Tempo wider, das sich zwischen ihnen immer wieder abspielte. Eingangs der zweiten Runde konnten Lorenz Funck als Pacemaker und Christian Schulz ihren Weggefährten abschütteln, denn Moritz Knaust lief für seine Verhältnisse viel zu schnell an. Nachdem er abreißen lassen musste und mit zunehmender Distanz immer mehr an Boden verlor, setzten Schulz und Funck auch in der zweiten Runde ihre persönliche Tempojagd fort. Challa Awel (LG Eder), der schon im Jahr 2015 die 10 Kilometer unter 34 Minuten lief, war an diesem Tag nicht in der Lage, sich vom MT-Duo entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil: In Runde zwei übernahm Christian Schulz die Tempoarbeit und löste Lorenz Funck als Pacemaker ab. Wenn sich Schulz einige Meter erlaufen hatte, setzte Funck sofort nach und ließ keinen großen Zwischenraum aufkommen. So sehr sich Schulz auch bemühte, er wurde Funck, aber auch Awel nicht los. Dicht beieinander liegend wurde von keinem nur ein Meter preisgegeben, so dass die drei fast auf gleicher Höhe in die letzte Runde liefen. Für einen Moment schien es, als ob Lorenz Funck nicht mehr mithalten konnte, denn zwischen dem Duo Awel/Schulz und ihm lagen plötzlich einige Meter. Aber beim letztmaligen Überqueren des Hochwasserdamms konnte der 20-Jährige aus Obermelsungen wieder aufschließen.

An der Spitze war Aaron Bienenfeld in seinem Element und ließ keinen Zweifel mehr über seinen zweiten Landestitel in diesem Jahr aufkommen. Nach 12:44,6 Minuten sicherte er sich souverän den Sieg vor Felix Thum (13:11,6) und Lukas Abele (Hanau-Rodenbach, 13:24).

200 Meter vor dem Ziel bemerkte Christian Schulz, dass Challa Awal, der sich auf der Schlussrunde etwas abgesetzt hatte, immer noch in Reichweite lief und setzte zu einem eindrucksvollen Endspurt an. Wenige Meter vor der Ziellinie überholte der Röhrenfurther, der wieder ein ausgezeichnetes Rennen absolvierte, das Ausdauertalent aus Allendorf/Eder und belegte mit 14:38,2 Minuten den elften Platz. Damit kam er bis auf knapp fünf Sekunden an Andre Bienhaus (LG Eder) heran. Immerhin lief Bienhaus im Vorjahr bei den nordhessischen Straßenlaufmeisterschaften in Frankenberg die 10 Kilometer in 34:10 Minuten und nahm dabei Schulz fast viereinhalb Minuten ab. „Beinahe hätte ich Andre noch eingeholt, aber ich habe meinen Spurt zu spät angesetzt“, ärgerte sich Christian Schulz, der das Heft des Handelns offensichtlich zu spät in die Hand genommen hatte.

Als Lorenz Funck als Vierzehnter in das Stadion einbog bemerkte er, dass sowohl Challa Awel als auch Stefan Thum (LC Eschenburg) bereits auf Reserve liefen und große Schwierigkeiten auf den letzten Metern hatten. Der hessische Jugendmeister im Berglauf von 2015 mobilisierte daraufhin seine letzten Kräfte, griff noch einmal an und hatte mit seiner letzten Attacke auch Erfolg. Nach 14:42,2 Minuten überquerte er 0,2 Sekunden vor dem aus Afrika stammenden Awel die Ziellinie und war auch 6,4 Sekunden schneller als Thum. Nach diesem sehenswerten Spurt arbeitete sich Lorenz Funck noch auf Rang zwölf vor.

Moritz Knaust, der die letzte Runde in 5:33 Minuten zurücklegte, hatte den Anschluss an das Feld bereits in der zweiten Runde verloren und belegte nach 15:57,6 Minuten vor Oliver Maniera (TSG Limbach) Platz achtzehn.

Dieser Meisterschaftslauf von Trebur war für mich eine gute Kontrollfunktion zur Bewertung des aktuellen Leistungsstandes meiner Athleten“, sagte Alwin J. Wagner und betonte, dass dieses Trio nach dieser guten Leistung auch bei den deutschen Meisterschaften am 11. März in Löningen über 8,2 Kilometer an den Start gehen wird. Vorher unterziehen sich die drei Melsunger Musketiere bei den nordhessischen Meisterschaften in Baunatal einen weiteren Test. Allerdings hat Neuzugang Steven Brodführer nach seinem schwachen Auftritt beim 5km-Straßenlauf in Breitenbach und seiner Absage für die Landesmeisterschaften seine Chance für einen Einsatz bei den deutschen Meisterschaften verspielt.


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Datum des Ausdrucks: 16.12.2017