Goldmedaille in Paderborn

Beim traditionellen Paderborner 3-Hasen-Turnier ging die Fechtabteilung mit einer Fechterin und zwei Fechtern in verschiedenen Altersklassen an den Start. Juri Leander Mery holte erstmals die Top-Platzierung nach Melsungen.

Der veranstaltende TV Paderborn legte die Altersklassen U20 und Senioren (offene Klasse) im Herrendegen-Wettbewerb zusammen, so dass der siebzehnjährige Juri gegen ältere und erfahrenere Fechter zu den Zweikämpfen antreten musste. Dies gelang ihm besonders gut mit exakter Klingenführung bei drei Siegen und einer Niederlage in der Vorrunde. Die folgende gute Setzung brachte ihm ein Freilos ein und der Geschwister-Scholl-Schüler gelangte direkt ins Achtelfinale. Hier erzielte sein Gegner Jan Nakhmanovych (TSC Eintracht Dortmund) recht schnell eine frühe Führung, die Juri trotz taktischer Umstellungen nicht aufzuholen vermochte. Er verlor schließlich 10:15. Da sonst keine Fechter seiner Altersklasse besser abschnitten, reichte der Achtelfinaleinzug im Seniorenbereich für den Gewinn der Goldmedaille bei der U20.

Fechtszenen aus dem Achtelfinalgefecht gegen den Dortmunder Nakhmanovych:

Bild 1: Juri (li.) mit Arrêt-Stoß (Zwischenstoß in den Angriff des Gegners)

Bild 2: Start eines Flêche (Sturzangriff)

Bild 3: Beide im Angriff mit Ausfallschritt

Turniererfahrung sammelte auch Helene Körbel bei der U17 im Damendegen. Konzentriert und ästhetisch im Fechtstil zeigte die Schülerin der Ursulinenschule Fritzlar gelungene Fechtaktionen in der Vorrunde, die sie Treffer um Treffer in die Setzliste für das Viertelfinale voran brachte. Die Gegnerin Romy Kobs (Fechtzentrum TSV Hagen) war beim 2:15 jedoch zu stark und Helene verblieb schließlich der 7. Platz.

Fechtszenen von Helene aus der Vorrunde. In den Bildern links die Kampfrichterin für die Leitung der Vorrundengefechte:

Bild 4: En garde – Helene (re.) und Gegnerin vor dem Start

Bild 5: Trefferversuch von Helene (li.) auf den Arm der Gegnerin

Routinier Joachim Ecke (V50) trat in der für ihn deutlich stärken Altersklasse der Senioren an und erzielte einen Sieg. In seiner Vorrunde traf er zudem auf zwei Rollstuhlfechter. In diesen für ihn ungewohnten Gefechten konnte Joachim seine Stärke, die dynamische Beinarbeit, sitzend natürlich nicht nutzen und verlor jeweils. In der 32er-Direktausscheidung gelang dem Melsunger Degenfechter beim 9:15 gegen Marius Schäfer (TV Neheim) leider kein weiterer Sieg und schied im Ergebnis aber mit dem guten 14. Platz aus.

Die Paderborner organisierten das 3-Hasen-Turnier als integrativen Wettkampf und boten damit gehandicapten Fechterinnen und Fechtern die Teilnahme. Bei den Senioren starteten die Rollstuhlfechter Amin Tabarsa (TV Paderborn) und Marcus Adam (FC Kassel). Im Rollstuhlfechten werden die Rollstühle über ein Gestell miteinander unbeweglich in einem Abstand verbunden, der es den Fechtern im Sitzen ermöglicht, nur durch Strecken des Waffenarms den Gegner zu treffen. Lediglich das Vorbeugen oder Zurücklehnen lassen ansatzweise ein körperliches Ausweichen zu. Der nicht gehandicapte „Fußfechter“ sitzt ebenfalls für dieses Gefecht in einem bereitgestellten Rollstuhl. Die Beine zählen dann, wie sonst üblich beim Degenfechten, hier nicht als gültigeTrefffläche.

Fechtszenen von Joachim Ecke auf der Planche:

Bild 6: Joachim (li.) mit gelungenem Treffer durch direkten Stoß

Bild 7: Joachim (re.) greift mit schnellem Ausfallschritt an

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