Vivian Groppe zurück auf der Bahn – Comeback am 21. März in Berkeley?

Vivian Groppe, die schnelle Sprinterin der MT Melsungen, ist nach ihrer Verletzung Anfang Februar wieder vor einer Woche ins Training eingestiegen. Zuvor hatte sich die 21-Jährige, die in Reno (Nevada) studiert, in bestechender Form präsentiert. Mit mehreren persönlichen Bestzeiten absolvierte sie eine glänzende Hallensaison in den USA und setzte ein deutliches Ausrufezeichen in der College-Leichtathletik der University of Nevada.

„Um meine Schwäche am Start und meine Reaktionszeit zu verbessern, habe ich den Fokus verstärkt auf Sprints aus dem Startblock gelegt. Beim Meeting am Freitag, dem 13. Februar in Reno, wollte ich den nächsten Leistungsschritt machen“, berichtet die ehemalige deutsche U18-Meisterin über 200 Meter. Entsprechend hoch waren ihre Ziele mit neuen Bestzeiten über 60 und 200 Meter.

Doch der Wettkampf nahm eine unerwartete Wendung. Nach einem hervorragenden Start und einem starken Übergang in die Beschleunigungsphase deutete alles auf eine neue Bestzeit über 60 Meter hin. Zehn Meter vor dem Ziel jedoch durchzuckte sie ein stechender Schmerz im unteren Rücken und im Oberschenkel, so dass die letzten Schritte zur Qual wurden. Dennoch stoppte die Uhr bei 7,76 Sekunden. Mit dieser Zeit egalisierte sie ihre Jahresbestleistung; ein Beleg für ihre starke Form zu diesem Zeitpunkt. Der Preis war jedoch hoch. Die Verletzung bedeutete das vorzeitige Ende der Hallensaison und eine rund vierwöchige Trainingspause.

Nach Wochen des Wartens, Zweifelns und gezielten Wiederaufbaus kann die Studentin aus Beiseförth inzwischen wieder schmerzfrei trainieren. Konzentriert arbeitet sie an ihrer Explosivität, Technik und Sprintausdauer. Ob sie am kommenden Wochenende in Berkeley bereits an den Start gehen kann, ist allerdings noch offen. In der Nähe von San Francisco plant sie den Einstieg in die Freiluftsaison über 100 und 200 Meter. Ob sie aber beide Strecken läuft, will sie kurzfristig entscheiden.

Eines aber steht fest: Vivian Groppe kommt zurück, mental gefestigt, voller Tatendrang und mit brennendem Ehrgeiz. „Ich habe gelernt, mich nicht unterkriegen zu lassen. Es gibt immer Höhen und Tiefen“, sagt sie und blickt optimistisch auf ihren Saisoneinstand. Berkeley könnte dabei der Beginn eines neuen Aufbruchs sein.

Nach oben scrollen