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Ruby van Dijk erreicht Sprungfinale

Mit einem 5. Platz im Sprungfinale für Ruby van Dijk am Sonntag sowie den Plätzen 15 (Ruby) und 16 (Naomi) im Mehrkampf am Samstag liefen die Deutschen Meisterschaften in Leipzig am Wochenende für die Turnzwillinge hervorragend.

Lange stand offen, ob die beiden überhaupt zum Start zugelassen werden. Trotz früh erbrachter Qualifikationsleistung Anfang Juni mussten sie noch lange warten. Es gab keine Hinweise der Verantwortlichen des DTB, ob Rubys sichere Quali zur Zulassung ausreichen würde oder Naomi nachrücken dürfte. Daraus ergab sich das Problem, ob das Training schon auf diesen Höhepunkt auszurichten war oder der Formaufbau erst für die Wettkämpfe im November gesteuert werden sollte.

Erst am 17. September, zwölf Tage vor dem Mehrkampf kam die erlösende Nachricht über den HTV. Der DTB hatte sinnigerweise die Entscheidung an einem Sonntag nur den Geschäftsstellen der Landesturnverbände mitgeteilt, nicht aber den meldenden Vereinen, sodass noch weitere 22 Stunden verloren gingen. Von dem Moment an war in kürzester Zeit viel zu organisieren – Hotel, Betreuung, Kampfrichter. Irgendwie hat es geklappt, und für einen kleinen Fanclub aus Naomis und Rubys Turnerinnen konnten wir noch Plätze in der vorletzten Reihe ergattern.

Der Mehrkampf am Samstag begann für beide am Boden. Naomi eröffnete für ihre Riege den Wettkampf und bekam an ihrem Paradegerät 11,20 P. Ruby war als dritte an der Reihe. Sie sortierte sich mit einer ebenfalls sauber geturnten Übung (10,80 P) direkt hinter ihrer Schwester ein.

Danach ging es mit Rubys beiden starken Geräten weiter. Ruby hatte zwei Sprünge angemeldet, weil sie (wie schon 2015) wieder ins Gerätefinale wollte. Für ihren ersten Sprung, den Überschlag mit Salto vw, ging hat sie sich für die sichere Variante entschieden – gehockt statt gebückt. Das hat sich ausgezahlt. Sie konnte den Sprung in den perfekten Stand bringen und wurde dafür mit 0,1 P Bonus belohnt (12,80 P). Als zweiter Sprung folgte ein gebückter Tsukahara (12,10 P). Das reichte am Ende, um als fünftbeste Turnerin ins Finale einzuziehen (12,45 P). Naomi präsentierte ebenfalls einen gebückten Tsukahara. Dank einer guten Ausführung benoteten die Kampfrichter sie mit 11,95 P.

Am Stufenbarren musste Ruby als erste Turnerin ihrer Riege ans Gerät. Sie konnte ihre Übung einmal mehr flüssig und ohne große Fehler durchbringen. 11,30 P sind ihr zweitbestes Ergebnis an diesem Gerät im Jahresverlauf. Naomi ist sich nach Problemen im Einturnen entschieden, auf Nummer sicher zu gehen und auf den Flug am gleichen Holm zu verzichten. Leider musste sie trotzdem im Verlauf der Übung einen Zwischenschwung in Kauf nehmen (9,80 P).

Letztes Gerät war der Schwebebalken. Hier durfte Naomi wieder vor Ruby ans Gerät. Naomi brachte ihre Übung ohne große Probleme durch. Die Kampfrichter belohnten sie dafür mit 10,05 P. Ruby musste beim Salto rw leider einmal vom Gerät und bekam 8,50 P.

Wer sich die Mühe gemacht hat zu addieren, kommt für Ruby auf 43,40 P und für Naomi auf 43,00 P. Damit liegen sie im Mittelfeld der Teilnehmerinnen. Eine Leistung, die im Vergleich zu vielen der vor ihnen platzierten Turnerinnen sehr hoch einzuschätzen ist. Sie stehen durch Studium und Arbeit mitten im Leben und haben eine eigene Turngruppe. Wenn man das ihnen mögliche Trainingspensum in Relation zu dem der Kaderturnerinnen setzt, sieht man, wie effektiv die beiden geturnt haben.

Von daher war das Gerätefinale am Sonntag für Ruby ein schöner Bonus. Aufgrund des Ergebnisses aus dem Mehrkampf startete sie als zweite mit den gleichen Sprüngen wie gestern. Und auch die Ausführungen wurden ähnlich benotet. Der Überschlag-Salto war 0,067 P schlechter, der Tsuki dagegen 0,10 P besser. Im Mittelwert ergibt das 12,416 P und Rang 5.

Naomi und Ruby hatten insgesamt einen schönen Wettkampf und konnten viele Eindrücke aus Leipzig mitnehmen. Sie haben sauber geturnt und mit ihren persönlichen Leistungen zufrieden.


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Datum des Ausdrucks: 18.10.2018