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Uwe Krah forderte Adrian Ernst heraus und holte sich den Titel im Kugelstoßen mit 13,70 m

Stadtallendorf. Vier Titel gab es für die Melsunger Senioren bei den Landeshallenmeisterschaften in Stadtallendorf, die als Standortbestimmung und Vorbereitung für die nationalen Titelkämpfe in Erfurt dienen sollten.

Die Überraschung aus Melsunger Sicht gelang Kugelstoßer Uwe Krah in der Wettkampfklasse der M50. Der 52-jährige Polizeioberkommissar lieferte sich mit dem Favoriten Adrian Ernst ein spannendes und packendes Duell. Krah begann mit 12,94 Meter und merkte nach diesem unbefriedigenden Stoß, dass er die 6kg-Kugel bei einem besseren Abstoß noch fast einen Meter weiter wuchten kann. Deshalb wurde er nach der Weite seines Kontrahenten Adrian Ernst, die mit 13,34 Meter gemessen wurde, nicht nervös. Der Drehstoßtechniker aus Wehrheim hatte im Vorjahr mit der Männerkugel 12,52 Meter erreicht und führte die Landesbestenliste der M45 vor Uwe Krah (12,42 m) an. Im zweiten Durchgang kam der Melsunger Athlet bis auf vier Zentimeter an die Leistung von Ernst heran, dessen zweiter Stoß ungültig gegeben wurde. Mit seinem dritten Versuch verbesserte sich der frühere deutsche Polizei-Kugelstoßmeister auf 13,70 Meter und übertraf damit seine letztjährliche Freiluftbestweite von 13,36 Meter um vierunddreißig Zentimeter. Mit genau dieser Weite von 13,70 Meter hatte Uwe Krah bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt die Silbermedaille gewonnen. Im dritten Durchgang kam Adrian Ernst auf 13,09 Meter und bäumte sich einen Versuch später mit 13,38 Meter noch einmal auf. Aber der Wettkampf war entschieden. Uwe Krah konnte sich nach einem ungültigen Stoß sowie 13,19 und 13,24 Meter ebenfalls nicht mehr so gut in Szene setzen. Aber die Freude über diesen Titel sah man ihm an, denn im Vorjahr verletzte er sich bei diesen Meisterschaften im 60m-Vorlauf, so dass er beim Kugelstoßen nicht mehr antreten konnte. „Bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt versuche ich über 14 Meter zu stoßen und möchte mit einer Medaille zurückfahren“, sagte der 52-Jährige zuversichtlich.

 

Bernd Gabel übersprang im Stabhoch 2,60 Meter und sorgte damit für einen weiteren Sieg für die MT Melsungen.jpg
Bernd Gabel Stabhochsprung

Im Stabhochsprung holte Bernd Gabel mit 2,60 Meter einen weiteren Titel für die Bartenwetzer und verbesserte sich im Hochsprung (1,33 m) nach der Bronzemedaille vom Vorjahr um drei Zentimeter, was ihm in Stadtallendorf den zweiten Platz einbrachte. Im Weitsprung lag der vielseitige Senior bis zum letzten Durchgang mit 4,60 Meter auf Rang vier. Erst dann wurde er von Philipp Leander aus Heuchheim (4,64 m) auf den fünften Platz verdrängt. Auch im 200m-Lauf konnte der 57-Jährige überzeugen und kam mit 30,77 Sekunden auf Platz acht in der M55.

 

Harry Geier Nordhessische Halle
Harry Geier Nordhessische Halle
Foto: A.>Wagner

Ohne Vorbereitung vergrößerte der Melsunger Viertelmeiler Harry Geier seine Goldmedaillensammlung um zwei weitere Titel. Nach einem einwöchigen Ski-Urlaub lief der inzwischen 81-Jährige die 200 Meter in 35,55 Sekunden und war damit schneller als Eckart Nündel (Friedrichsdorf, 37,33) und Hans Herrmann Holfelder (Baunatal, 37,93), die in der Altersklasse der M75 hinter Hans Schuck (Bruchköbel, 32,35) die Plätze zwei und drei belegten. Im 400m-Finale lieferte der Seniorenleichtathlet des Jahres 2016 im Schwalm-Eder-Kreis dem Sieger der M75, Hans Schuck (82,13 Sek.) einen packenden Zweikampf. Erst auf der Zielgeraden wurde Harry Geier von dem sechs Jahre jüngeren Athleten aus Bruchköbel überspurtet.

Bei seinem zweiten Start im MT-Trikot blieb Rainer Hilgenberg im Kugelstoßen der M55 hinter den Erwartungen zurück, denn er hatte sich wahrlich mehr vorgenommen. „Das war eine bescheidene Vorstellung. Ich habe mir bei meinem ersten Auftritt auf Landesebene nach über 40 Jahren zu viel Druck gemacht“, kommentierte der Hüne aus dem Edertal seinen Wettkampf. Rainer Hilgenberg hatte sich erst im Januar der Melsunger Turngemeinde angeschlossen und fiel bereits mit guten Kraftwerten positiv auf. Der fast 58-Jährige stieß auf Anhieb die 6kg-Kugel über 10 Meter und hatte sich nach den guten Trainingsergebnissen vorgenommen, in Stadtallendorf über 11 Meter zu stoßen und sich für die deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt zu qualifizieren. Aber durch seine Nervosität fand er nicht in den Wettkampf und kam erst im letzten Durchgang auf 10,86 Meter. Auch Monika Groh hatte sich eine bessere Kugelstoßweite vorgenommen. Aber die Hallenkreismeisterin der W45 blieb bei 6,60 Meter hängen und kam damit nicht über Rang sieben hinaus.


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Datum des Ausdrucks: 14.12.2019