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Vier Siege für die Melsunger Leichtathleten bei den Regionalmeisterschaften in Bad Sooden Allendorf | Melsunger Turngemeinde 1861 e.v.
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Vier Siege für die Melsunger Leichtathleten bei den Regionalmeisterschaften in Bad Sooden Allendorf

Bad Sooden-Allendorf. Fast 200 Teilnehmer aus 25 Vereinen ermittelten ihre nordhessischen Meister in der Eilse-Sporthalle in Bad Sooden-Allendorf. Während bei den U16-Athleten große Teilnehmerfelder und gute Leistungen zu verzeichnen waren, blieb das Niveau vor allem bei den Männern deutlich hinter dem der letzten Jahre zurück.

So belegten die beiden Melsunger Oldies Bernd Gabel, Jahrgang 1959, im Weitsprung und Uwe Krah, Jahrgang 1964, im Kugelstoßen jeweils den dritten Platz. Sorgen macht auch der teilweise athletische und technische Ausbildungsstand vieler Jugendlicher, wo die Decke in der Spitze ebenfalls recht dünn ist. Bis auf die Siegerleistungen im Kugelstoßen der Männer, Frauen und U16-Schüler sowie die Ergebnisse im 60m-Finale der W14 blieben die großen Ergebnisse aus. Aber knappe und spannende Auseinandersetzungen sorgten für Stimmung bei den Zuschauern in der gut besuchten Sporthalle. Durch die Unruhe in der engen Halle musste der Starter immer sehr lange warten und dadurch auch einige Disqualifikationen in den Sprintwettbewerben aussprechen.

Die Melsunger Nachwuchsathleten setzten mit vier Titeln ihren Erfolgsweg weiter fort und festigten damit ihre Stellung in der Region Nord des Hessischen Leichtathletik-Verbandes. „Fast bei allen MT-Startern gab es eine punktgenaue Vorbereitung. Somit war es keine große Überraschung, dass diese Trümpfe auch stachen“, lobte Alwin Wagner seine Schützlinge. Dieses Lob galt vor allem den Siegern Luis André, Niclas Dittmar, Nele Schmoll und Sophia Hog.

Den ersten Titel für die Melsunger Turngemeinde holte sich erwartungsgemäß Kugelstoßer Luis André. Die Ausgangslage im Wettbewerb der M14 war klar und eindeutig, denn der Melsunger Gesamtschüler, der in den letzten beiden Jahren von den Kreis- bis zu den Landesmeisterschaften alles „abräumte“ was möglich war, hatte bereits am Vortag in Leipzig die 4kg-Kugel auf 13,71 Meter gewuchtet und lag damit fast zwei Meter vor dem Zweiten. In Bad Sooden-Allendorf verbesserte sich Luis auf 13,84 Meter und lag fast vier Meter vor Martin Korff (Kaufungen, 9,94 m). Eine starke Leistung bot der U14-Schüler Marcel Al-Batat (Remsfeld), der mit 9,50 m auf Rang drei kam. „Ich hätte heute gerne zum ersten Mal über 14 Meter gestoßen, aber der Kreis war viel zu glatt, so ich beim Abstoßen immer wegrutschte“.

Nur sechs Athletinnen ermittelten die Nordhessenmeisterin im Sprint über 60 Meter der Frauen. Wegen der geringen Teilnehmerzahl wurde zur Vorlaufzeit das Finale gestartet. Sophia Hog wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich mühelos den Sieg und somit den zweiten Titel für die MT Melsungen. Die 19-Jährige, die im nächsten Monat ihr schriftlichen Abitur absolviert, deutete mit 8,11 Sekunden an, zu welchen Zeiten sie fähig ist. „Dieser Sieg war Pflicht, denn Sophia zeigt im Training hervorragende Leistungen, die zu Zeiten unter 7,90 Sekunden berechtigen. Leider tritt sie im Wettkampf nie so locker wie im Training auf“, sagte Alwin J. Wagner, der einen Doppelsieg der Melsunger Sprinterinnen verbuchen konnte. Nele Grenzebach, im Vorjahr mit 8,44 Sekunden Nordhessenmeisterin, fing mit einem starken Finish Kira Werner (KSV Baunatal, 8,41) noch kurz vor dem Zielstrich um 0,01 Sekunden ab.

Unmittelbar nach diesem Melsunger Doppelsieg zogen die Weitspringer U16 in die Halle, wo auf zwei Anlagen die Regionalmeister in der M15 bzw. M14 ermittelt wurden. Lucca Scaffidi (LG Reinhardswald) eröffnete die Konkurrenz der M14 mit 5,03 Meter und lag damit vor Kilian Krah (MT Melsungen), der mit 4,93 Meter einen großartigen Einstand hatte – sich aber nicht mehr steigern konnte. Niclas Dittmar, der zweite Melsunger Weitspringer, begann mit 4,78 Meter und llie im zweiten Durchgang 4,77 Meter folgen. Luca Scaffidi begann den ersten Durchgang im Finale mit einem Paukenschlag und landete bei 5,18 Meter. Auch Niclas Dittmar verbesserte sich auf 5,10 Meter, aber er sollte das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht haben. Pech hatte Kilian Krah, der im vorletzten Versuch von Marcel Al-Batat (Remsfeld) vom dritten Platz verdrängt wurde, weil der Schüler aus Remsfeld sich auf 4,99 Meter verbesserte. Während Scaffidi bei seinen beiden letzten Versuchen jeweils auf 5,13 Meter kam, verbesserte sich Niclas Dittmar im fünften Versuch auf 5,11 Meter. „Du kannst über 5,20 m springen“ gab Alwin Wagner dem 13-Jährigen vor seinem letzten Sprung mit auf dem Weg und legte seine Ablaufmarke um zehn Zentimeter weiter nach hinten. Und seine Prophezeihung ging auf, denn Niclas im Vorjahr mit 4,90 Meter in der Bestenliste registriert, schaffte als letzter Springer mit 5,26 Meter den Goldsprung. Als das Ergebnis laut verkündet wurde, freute er sich wie ein Schneekönig über seinen ersten nordhessischen Hallentitel. Sieger haben leicht Lachen. Wie stark diese Leistung einzuschätzen ist, zeigt ein Blick auf die Ergebnisse der M15, die parallel zur M14-Anlage sprangen. Mit seinen 5,26 Meter hätte sich Niclas Dittmar auch in dieser Altersklasseselbst durchgesetzt, denn Fabian Stein (LG Alheimer) reichten 5,22 Meter zum Sieg.

Die Spannung war auch im Weitsprung der WU18 nicht zu überbieten, denn mit Kim Goldbach (LG Alheimer) und Nele Schmoll (MT Melsungen) nahmen zwei gleichstarke Springerinnen den Wettkampf auf. Die ein Jahr ältere Kim begann mit 4,88 Meter und ließ im zweiten Durchgang einen ungültigen Versuch folgen. Nele Schmoll, die nach dem 60m-Lauf mit ihrer Sprintleistung haderte, sprang zum Auftakt 4,59 Meter und ließ anschließend 4,79 Meter folgen. Im dritten Versuch verbesserte sich Goldbach auf 4,95 Meter und sah bereits wie die Siegerin aus. Nachdem es im vierten Durchgang keine Veränderung gab, verbesserte sich die Jugendliche aus Rotenburg mit einem glänzenden Sprung auf 5,08 Meter. Doch Nele Schmoll ließ sich von dieser Weite nicht beeindrucken und zeigte sich bei ihren beiden letzten Sprüngen nervenstark. Sowohl im fünften als auch im letzten Versuch traf sie optimal den Balken. Nach einem kraftvollen Sprung landete sie im vorletzten Durchgang bei 5,12 Meter und übertraf dabei die Leistung ihrer Konkurrentin nicht nur um vier Zentimeter, sondern blieb auch 31 Zentimeter über ihrer Bestweite aus dem Vorjahr. Im letzten Durchgang bestätigte sie mit 5,10 Meter noch einmal ihre großartige Weite. „Es war ein toller Wettkampf“, bestätigte auch Vater Heiko und freute sich ebenso wie seine Tochter nicht nur über den Titel, sondern auch über die neue Bestleistung

Niclas Dittmar stand auch im 60m-Finale der M14. Nachdem er sich vor seinem Sieg im Weitsprung im ersten Vorlauf überlegen mit der neuen persönlichen Bestzeit von 8,04 Sekunden durchgesetzt hatte, war er nach dieser Vorstellung sogar in der Lage, sich eine weitere Medaille zu sichern. Luca Scaffidi, der Zweite im Weitsprung, hatte im zweiten Vorlauf mit 7,99 Sekunden die schnellste Zeit vorgelegt.

Bei dem mit Spannung erwarteten Finale legte Maximilian Lapp (LG Alheimer) mit einem guten Start den Grundstein für seinen Sieg in 7,99 Sekunden. Um die Vizemeisterschaft lieferten sich Niclas Dittmar und Luca Scaffidi ein packendes Duell, das Niclas mit 8,11 Sekunden um den Wimpernschlag von 0,01 Sekunden für sich entscheiden konnte. Mit Kilian Krah qualifizierte sich ein weiterer Melsunger Sprinter für das Finale, doch mit 8,62 Sekunden blieb für ihn nur Rang sechs übrig. Besser machte es sein Bruder Tristan, der im 60m-Finale der MU20 mit 7,70 Sekunden überraschend als Dritter über die Ziellinie lief.

Mit Ella Gleim, Zweite im dritten von vier 60m-Vorläufen mit 8,37 Sekunden und Nele Schmoll, Zweite im letzten Vorlauf mit 8,44 Sekunden, standen zwei 15-jährige Melsunger Sprinterinnen im 60m-Finale der WU18. Sie enttäuschten nicht und belegten hinter Carolin Schlung (7,85), Lea Willenweber (Kassel, 7,87) und Kim Goldbach (8,37) die Plätze vier (Gleim, 8,41) und fünf (8,49 Sekunden).

Für zwei weitere dritte Plätze sorgten die beiden Melsunger Oldies Bernd Gabel im Weitsprung sowie Uwe Krah im Kugelstoßen und trugen somit ebenfalls zu dem guten Abschneiden der MT-Leichtathleten bei.

 


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Datum des Ausdrucks: 23.03.2019