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MT-Asse Vivian Groppe und Luis André stachen auch in Gelnhausen | Melsunger Turngemeinde 1861 e.v.
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MT-Asse Vivian Groppe und Luis André stachen auch in Gelnhausen

Gelnhausen. Nach den Erfolgen bei den Regionalmeisterschaften in Bad Sooden-Allendorf, wo alle Melsunger Starter mit persönlicher Bestleistung und einem Podestplatz zu gefallen wussten, meinte Alwin Wagner: In Gelnhausen wird es für die MT-Teilnehmer erneut eine Flut von Bestleistungen und mindestens vier Medaillen geben.

Der Blick in den Leistungsspiegel seiner Athleten zeigt, dass das kleine Melsunger Team mit drei Titeln, einen zweiten Platz, zwei vierte, einem fünften und zwei sechsten Rängen sehr erfolgreich war und mit vielen persönlichen Bestzeiten die Rückreise nach Melsungen antreten konnte. Die MT-Trümpfe Vivian Groppe und Luis André stachen auch in Gelnhausen. Beide Asse standen bei den Landesmeisterschaften bereits sieben Mal auf dem obersten Treppchen und konnten sich als Hessenmeister feiern lassen.

Ich habe unseren Athleten zu diesem großartigen Erfolg gratuliert und meinen Dank ausgesprochen“, betonte der MT-Leichtathletik Hans-Jörg Engler, der vom Hessischen Leichtathletik-Verband nach Gelnhausen eingeladen wurde, um die Auszeichnung und Ehrung für den dritten Platz als Nachwuchsverein des Jahres 2018 entgegenzunehmen.

Vivian Groppe beim 100m Lauf
Vivian Groppe beim 100m Lauf
Foto: A.Wagner

Wieder einmal war es Vivian Groppe, die für die beste Leistung aus heimischer Sicht sorgte. Dass sie gut in Form war, konnte man schon bei ihrem ersten Auftreten erkennen. In sieben Vorläufen wurde die Spreu vom Weizen geschieden. Vivian setzte sich souverän im sechsten Lauf mit 12,50 Sekunden vor Charlotte Imming (Kassel, 13,26) durch und qualifizierte sich für einen der drei Zwischenläufe. Im ersten Lauf imponierte Carolin Schlung (Bad Sooden-Allendorf) mit ihrem flüssigen Laufstil und kam, ohne sich zu verausgaben, auf 12,63 Sekunden. Im zweiten Lauf lief Mira Baus (SG Schlüchtern) „full speed“ und erzielte mit 12,43 die beste Zeit aller drei Läufe. Anschließend zeigte Vivian ihre „Endlaufreife“ und lag bereits nach der Hälfte der Strecke fünf Meter vor Charlotte Imming (Kassel, 12,91) und Katharina Altlay (SG Enkheim, 12,97). Nach 60 Meter schaltete sie einen Gang runter und qualifizierte sich nach 12,44 Sekunden ebenfalls souverän für das Finale, wo sie den guten Eindruck vom Vor- und Zwischenlauf mehr als bestätigen konnte.

Im 100m-Endlauf der U16 erwischte Carolin Schlung den besten Start und lag 75 Meter deutlich in Führung. Auf den letzten Metern musste sie aber noch um ihren Sieg bangen, denn Vivian kam immer stärker auf und hätte sie mit ihrem großartigen Finish fast noch überholt. Aber es reichte nicht mehr. Mit glänzenden 12,10 Sekunden gewann C. Schlung den Titel. Knapp dahinter sicherte sich Vivian mit persönlicher Bestzeit von 12,16 Sekunden den zweiten Platz. Damit lief sie sich in die TOP-TEN der „ewigen hessischen Bestenliste“ und ist nicht nur seit Gelnhausen eine Anwärterinnen für das 100m-Finale bei den deutschen U16-Meisterschaften in Bremen. Außerdem verpasste sie mit dieser Zeit auch den Methusalem-Kreisrekord von Claudia Wacker aus dem Jahr 1985 nur um 0,02 Sekunden. Obwohl die 14-Jährige wegen einer Klassenfahrt nach Berchtesgaden nicht trainieren konnte und erst zwei Tage vor den Meisterschaften nach Melsungen zurückkehrte, blieb sie unter den DLV-Normen für die U18/U20-Meisterschaften (Ulm) und konnte auch die Norm für die U23-Meisterschaft (Wetzlar) abhaken.

Mit 12,32 Sekunden schlug sich Mira Baus in diesem Finale recht tapfer. Aber die HLV-Kaderathletin konnte nie in das Duell der beiden TOP-Sprinterinnen eingreifen. Mit deutlichem Rückstand belegten M. Höfer (Oberrodenbach, 12,72), L. Hinz (Kassel, 12,87) und C. Imming (12,95) die nächsten Plätze.

Obwohl das Meisterschaftsprogramm für Vivian mit den drei 100m-Läufen innerhalb von zwei Stunden hart und anstrengend war, hatte Alwin Wagner den Focus für seinen Schützling auf den 300m-Lauf gelegt, der fünfzig Minuten nach dem 100m-Finale stattfand. „In den einhundertfünfzig Minuten wurde viel von Vivian gefordert. Aber mit ihren Platzierungen und den sensationellen Zeiten hat sie eindrucksvoll bewiesen, dass sie gut in Form ist“, sagte Wagner.

Gespannt wartete man auf das 300m-Finale, in dem im ersten von zwei Läufen Kristina Bijelic (Niederhofheim, 43,40) und Lena Sonnabend (Lorsch, 43,46) ein Achtungszeichen für die nächsten sechs Läuferinnen setzten. Von innen nach außen ermittelten im zweiten Lauf Anja Reiß (Pfungstadt), Antonia Franke (Hünfeld), Vivian Groppe, Amelie Wachsmuth (BSA), Nele Kühn (Frankfurt) und Mira Baus die 300m-Landesmeisterin der U16.

Amelie Wachsmuth hatte sich, wie bei den Regionalmeisterschaften, nur auf die 300 Meter konzentriert und lief nach wenigen Sekunden auf die vor ihr laufende N. Kühn auf. Auch Vivian überholte noch vor der Kurve die Langsprinterin aus Frankfurt, die im Vorjahr noch über vier Sekunden schneller war als sie. Im Scheitelpunkt der Kurve wurde A. Wachsmuth von Vivian eingeholt. Beide liefen eingangs der Zielgeraden neben einander und lieferten sich ein großes Duell. Mit einem kleinen Vorsprung stürmte die Schülerin aus Beiseförth auf den letzten Metern dem Ziel entgegen und holte sich nach dem Hallentitel auch die Freiluftmeisterschaft. Als die Zuschauer die Zeit von 40,32 Sekunden auf der elektronischen Anzeigetafel sahen, brandete Beifall auf, denn mit dieser großartigen Zeit verbesserte Vivian Groppe den sieben Jahre alten Meisterschaftsrekord von Eileen Demes (Obertshausen) um 0,14 Sekunden. In ihrem Sog blieb auch Amelie Wachsmuth als Zweite mit 40,85 zum ersten Mal unter 41 Sekunden. Nachdem Nele Kühn, die im Herbst in den HLV-Kader berufen und als Favoritin gehandelt wurde, von den beiden Nordhessinnen überholt wurde, beendete sie dieses Rennen vorzeitig. Mira Baus freute sich nach 43,21 Sekunden über ihren dritten Platz. Vivian gab ein kurzes Statement, nachdem sie sich erholt hatte: „Ich bin glücklich und weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich hatte mit Amelie gerechnet, denn sie lieferte mir schon bei den Regionalmeisterschaften ein packendes Duell“

Vivian hätte heute die 300 Meter unter 40 Sekunden laufen können, aber die drei schnellen 100m-Läufe, die sie vorher absolviert hatte, gingen nicht spurlos an ihr vorüber“, sagte Alwin Wagner, der aufgrund der starken Leistungen seines Schützlings in Bad Sooden-Allendorf und Gelnhausen die Saisonziele neu ausrichten muss. "Ich plane jetzt eine 39er-Zeit bei den deutschen Schülermeisterschaften in Bremen". Mit dieser Leistung würde sogar der 30 Jahre alte Nordhessenrekord von Andrea Bornscheuer (39,70) in Gefahr geraten.

Nachdem Luis André am Vortag der Meisterschaften beim Test keine Schmerzen in seiner Wurfschulter verspürte, bekam er von Wagner „grünes Licht“ zur Teilnahme. Somit war er erwartungsgemäß in der M14 eine Klasse für sich und dominierte im Diskuswerfen und Kugelstoßen. „Der Wettkampf war gut, um wieder reinzukommen“, sagte Luis, dem man deutlich die fünfwöchige Wettkampfpause anmerkte.

Im Diskuswerfen begann er mit 44,29 Meter und ließ im zweiten Durchgang trotz technischer Mängel, vor allem beim Abwurf, 45,29 Meter folgen. Er hätte mit jedem seiner fünf gültigen Würfe gewonnen, denn Christian Wolf (Langselbold) blieb mit seinem besten Wurf von 39,22 Meter unter der 40m-Marke. Dritter wurde Elias Belz (Bruchköbel) mit 35,29 Metern. „Ich hoffe, dass ich bis zu den süddeutschen Meisterschaften am 22. Juni in Koblenz einige Meter weiter werfen kann“, sagte Luis, der in diesem Jahr bereits seinen vierten Meisterwimpel bei der Siegerehrung in Empfang nehmen durfte.

Im Kugelstoßen beförderte er die 4kg-Kugel zum Auftakt auf 13,69 Meter. Diese Weite hätte bereits zum Sieg gereicht, aber damit war der 14-Jährige nicht zufrieden. Er legte noch nach und rundete mit 14,37 und 14,57 Meter seinen gelungenen Wiedereinstieg erfolgreich ab. Am Ende lag er über einen Meter vor Moritz Hinrichsen (Weißkirchen, 13,51 m). Den dritten Rang sicherte sich Christian Wolf mit 11,38 m.

Aber nicht nur Vivian Groppe und Luis André beeindruckten in Gelnhausen. Auch Niclas Dittmar wusste im Sprint zu gefallen. Im Vorjahr blieb er bei seinen 100m-Sprints immer über 13 Sekunden. In Gelnhausen demonstrierte er seine verbesserte Sprintfähigkeit, mit der er vor allem Felix Krause (Wetzlar) überraschte. Noch im Vorjahr war der schnellste HLV-Sprinter über 75 Meter mehr als eine halbe Sekunde schneller als Niclas. Im ersten 100m-Vorlauf liefen beide zeitgleich nach 12,05 Sekunden über die Ziellinie. Damit unterbot der U14-Nordmeister seine Siegeszeit von BSA um 0,25 Sekunden. Nach 12,24 im Zwischenlauf qualifizierte sich der 13-Jährige hinter Aaron Amenta (Groß-Gerau, 12,14) für das 100m-Finale der M14, wo er nach einem schwachen Start mit einem starken Finish an Jonah Wagner (Weilmünster, 12,36) vorbeizog. Aber auf den letzten Metern hatte er keine Möglichkeit mehr, Felix Krause (12,11) vom dritten Platz zu verdrängen. Amenta belegte mit 12,09 hinter dem überragenden Moritz Hinrichsen (11,96) den zweiten Platz.

Zufrieden zeigte sich auch Kilian Krah im Speerwerfen der M14. Der 13-Jährige hatte sich bei den nordhessischen Meisterschaften in Borken den Titel mit 34,20 geholt. Er peilte in Gelnhausen den Endkampf an, was ihm auch eindrucksvoll gelang. Mit der persönlichen Bestweite von 35,17 Meter landete er auf Rang fünf und belegte einen Tag später im Weitsprung mit 5,05 m den sechsten Platz.

Bei den gleichzeitig ausgetragenen Landesmeisterschaften der U20 starteten mit Lynn Olson und Marvin Knaust zwei Melsunger Viertelmeiler. Nachdem Lynn bei den Titelkämpfen der Frauen im Kasseler Auestadion die Stadionrunde aus dem Training heraus in 64,05 Sekunden zurückgelegt hatte und von Henrike Klier (Fulda, 62,88) auf Rang neun verdrängt wurde, drehte sie in Gelnhausen den Spies um. Die 18-Jährige, die vor kurzer Zeit das Fachabitur ablegte, verbesserte sich auf 62,87 und holte sich vor Henrike Klier mit einem Vorsprung von 0,01 Sekunden einen unerwarteten vierten Platz.

Noch beeindruckender war der Lauf von Marvin Knaust. Der Jurastudent an der Universität Marburg stand mit 53,45 Sekunden in der Meldeliste. Der 18-Jährige, der das Rennen auf der Innenbahn zu langsam begann, imponierte auf dem zweiten Teil der Stadionrunde. Mit 52,86 belegte er im Gesamtergebnis von vierzehn Teilnehmern Rang sechs und verpasste die Bronzemedaille nur um 0,16 Sekunden.

 

 

 

 


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Datum des Ausdrucks: 17.06.2019