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Kann Luis André seine Erfolgsserie fortsetzen?

Das kommende Leichtathletik-Wochenende steht ganz im Zeichen der Süddeutschen Meisterschaften, denn in Koblenz messen sich die besten süddeutschen Nachwuchsathleten der Jahrgänge 2004 und 2005 und ermitteln ihre Meister in der U16. Haushohe Favoriten bieten sich für diese Titelkämpfe kaum an.

Nur Sebastian Kleta (Gelnhausen), der die Meldelisten über 100 m (10,82 sec.), Weitsprung (7,20 m) und Kugelstoßen (16,26 m) anführt, läuft, springt und stößt in einer anderen Liga. Auch die vielen Landesmeister aus Baden, Bayern, Hessen, Pfalz, Rheinhessen, Rheinland, Saarland und Württemberg wollen sich ins Blickfeld bringen und für eine Überraschung sorgen. Darin liegt der besondere Reiz dieser Titelkämpfe.

Vivian Groppe und Luis André, die beide die Klasse 8a G der Melsunger Gesamtschule besuchen, lassen sich mit ihren Platzierungen in den Meldelisten gut lesen. Aber damit ist noch keine Garantie mit einer Medaille verbunden. Luis hatte sich in den Osterferien eine Schulterverletzung im Trainingslager des Hessischen Leichtathletik-Verbandes in Kienbaum – 40 km östlich von Berlin - zugezogen und musste eine vierwöchige Trainings- und Wettkampfzwangspause einlegen. Dennoch überraschte er bei seinem Saisoneinstieg am 1. Juni als hessischer M14-Landesmeister im Kugelstoßen mit 14,57 Meter. Bei den süddeutschen Meisterschaften bestreitet er seit 2017 seinen 55. Kugelstoßwettkampf. Bisher ist der 14-Jährige im Bereich des Deutschen Leichtathletik-Verbandes im Jahrgang 2005 konkurrenzlos und damit auch unbesiegt. Das soll auch bei den „Süddeutschen“ so bleiben. Für Koblenz hat er sich drei Ziele vorgenommen: „Ich möchte Süddeutscher Meister im Kugelstoßen und Diskuswerfen werden und dabei zum ersten Mal die 4kg-Kugel über die 15m-Marke stoßen“, damit würde er den 39 Jahre alten Methusalem-Rekord von Dirk Schattner (Wabern, 15,00 m) aus dem Jahr 1980 verbessern.

Auch Vivian Groppe peilt in Koblenz zwei Medaillen an. Die 14-Jährige startet über 100 und 300 Meter. Im Vorjahr war für Melsungens schnellste Sprinterin nach ihrem zweiten Platz im 100m-Vorlauf als Siebte im Zwischenlauf nach 13,44 Sekunden Endstation. In Koblenz möchte sie mindestens eine Sekunde schneller sein und liebäugelt sogar mit einer Medaille.

Mit ihrer Zeit von 12,10 Sekunden hat die hessische U16-Meisterin Carolin Schlung (Bad Sooden-Allendorf) ihre Favoritenrolle zu erkennen gegeben und sie in den nächsten Rennen noch einmal unterstrichen. Deshalb scheint eine Überraschung in diesem Wettbewerb nicht möglich zu sein, ihre derzeitige Position ist zu sehr gefestigt. Die große Frage ist aber, ob Laura Müller ihre Karten schon aufgedeckt hat. Die Sprinterin der Unterländer LG, die sich 2018 den Titel mit 12,31 Sekunden gesichert hatte, steht mit 12,29 in der Meldeliste. In die engere Wahl für eine Medaille muss man auch Vivian Groppe einbeziehen, denn die 14-Jährige hat sich zu einer echten Meisterschaftsläuferin entwickelt. Gut vorbereitet imponierte sie mit eindrucksvollen Vorstellungen bei den Regional- und Landesmeisterschaften sowie beim letzten Test in Siegburg, wo sie mit 12,28 Sekunden die U16-Meisterin vom Landesverband Nordrhein in die Schranken verwies.

Knapp eine Stunde nach dem 100m-Finale wird der 300m-Endlauf der W15 gestartet. Obwohl die Wettkampfgelegenheiten auf dieser Strecke nicht so üppig sind, nimmt Maja Schorr eine Sonderstellung ein. Sie wird selbst bei den deutschen Meisterschaften in Bremen nicht so leicht zu bezwingen sein. Die vielseitige Läuferin aus Saarbrücken führt die DLV-Bestenliste mit 39,99 Sekunden an. Aber auch die 100 Meter kann sie unter 12,50 Sekunden laufen und gehört mit 2:18 Minuten zu den besten des Landes über 800 Meter. Wer aber wird in ihrem Sog auf die zwei weiteren Medaillenplätze laufen? Vivian, die hessische 300m-Landesmeisterin und Amelie Wachsmuth ( Bad Sooden-Allendorf) scheinen die ersten Anwärterinnen dafür zu sein. Aber auch Emelie Pizzinato (Stuttgart), Lotta Mage (Tübingen) und Sophie Knapp (LG Kurpfalz) möchten bei der Medaillenvergabe ein Wort mitreden. Es kommt darauf an, wie Vivian die drei schnellen 100m-Sprints vor dem 300m-Finale verkraften wird. Aber ich bin zuversichtlich und rechne für die beiden MT-Vertreter mit vier Medaillen, davon zwei in Gold“, sagte Alwin Wagner.


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Datum des Ausdrucks: 22.11.2019