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JtfO: Achtungserfolg der Turnerinnen bleibt ohne Happy End | Melsunger Turngemeinde 1861 e.v.
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JtfO: Achtungserfolg der Turnerinnen bleibt ohne Happy End

In diesem Jahr schließen unsere Turnerinnen ihr Wettkampfjahr erneut mit dem Regionalentscheid Jugend trainiert für Olympia ab. Wir Trainer hatten die Qual der Wahl, weil inzwischen deutlich mehr Turnerinnen zur Verfügung stehen als zur Mannschaftsbildung nötig sind. Dazu kam der Anspruch der Großen, endlich die Quali für den Landesentscheid zu schaffen, nachdem letztes Jahr nur 1,85 Punkte gefehlt haben.

Nach vielen Diskussionen stand schließlich die Mannschaft Wettkampf 2 fest, während wir an der Aufstellung für Wettkampf 3 noch bis zwei Tage vor dem Wettkampf feilen mussten, da die finale Entscheidung über die Verteilung der Turnerinnen nicht zur allgemeinen Zufriedenheit geführt hat. Sicher war es eine harte Entscheidung, aber das Ergebnis im Wettkampf 2 spricht für sich, und auch im Wettkampf 3 hat es für einen kleinen Achtungserfolg gereicht.

In beiden Wettkampfklassen lautete die spannende Frage, wer auf Rang 2 hinter der Goetheschule Kassel kommt, in deren Reihen Turnerinnen stehen, die in der abgelaufenen Saison mit der TG Kassel in die 3. Bundesliga aufgestiegen sind. Letztes Jahr haben wir mit beiden Mannschaften Rang 3 erreicht. Das war wieder das Mindestziel, aber mit den Großen Turnerinnen wollten wir in Wellerode mehr.

Im Wettkampf 3 wiederholte sich exakt das Ergebnis des Vorjahres, obwohl die Mannschaften mit höchstens zwei Turnerinnen des vorherigen Schuljahrs besetzt waren und alle Mannschaften weniger Punkte holten als letztes Jahr. In unserem Fall ist von der letztjährigen Auswahl nur noch Lisa Iwanowski am Start gewesen. Mariama Mahn und Alena Sinning turnten ihren jeweils dritten Kürwettkampf, für Charlotte Röse war dieser Wettkampf sogar die Premiere.

Alena beherrscht ihr Kürprogramm bereits recht sicher und erzielte mit 44,05 P ihr bestes Vierkampf-Ergebnis. Bei konstanter Weiterentwicklung steckt in diesen Übungen noch mehr Potential. Völlig überraschend holte Charlotte mit 41,80 P das zweitbeste Resultat. Lisa (39,80 P) und Mariama (39,50 P) standen dem aber kaum nach.

Ein großes Lob haben wir Trainer Lisa nach Analyse der Siegerliste ausgesprochen. Mit 12,55 P am Boden gelang ihr nicht nur das mit Abstand beste Gerätergebnis ihrer Mannschaft. Damit konnte sie zumindest an diesem Gerät eine Bundesligaturnerin hinter sich lassen. Insgesamt erreichte die Gesamtschule mit 165,15 P Rang 3 hinter Goethegymnasium und Lichtenbergschule (beide Kassel) und vor der Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda.

Der Mannschaft im Wettkampf 2 konnte man schon beim Treffen im Foyer der GSM an der Körpersprache ansehen, wohin die Reise gehen sollte. Konzentriert und auf das Ziel „Rang 2“ fokussiert, wollten Nele Schmoll, Lucia Sinning, Lisa Bussiek, Luna Grösch und Malin Bussiek nichts anbrennen lassen. Die Übungen waren um unsichere Elemente reduziert, die Abläufe immer und immer wieder geprobt worden.

Als erste Mannschaft am Sprung, setzten unsere Melsungerinnen gleich zum Auftakt mit 49,75 P ein erstes Ausrufezeichen. Nele stellte einmal mehr ihre Sprungstärke mit einer E-Note von 9,60 P unter Beweis. Nur eine weitere von insgesamt 178 Übungen sollte das im weiteren Wettkampfverlauf übertreffen. Am Stufenbarren half die Taktik, die Schwierigkeiten zu reduzieren, vier der fünf Übungen ohne Sturz durchzubringen und 46,30 P dem Konto gutschreiben zu lassen.

Endlich einmal lief der Schwebebalken wirklich stabil. Wir mussten nur zwei Stürze hinnehmen, wobei der eine in der Streichwertung keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis hatte (43,85 P). Das beste Gerät wurde der abschließende Boden mit 51,10 P. Trotz des fehlenden Unterbaus zauberten die fünf ein starkes Programm hin. Nele holte hier die beste individuelle Punktzahl ihrer Mannschaft mit 13,20 P; ihre Mannschaftskameradinnen lagen einen halben Punkt hinter ihr.

Großer Jubel brach aus, als feststand, dass die insgesamt 191,00 P tatsächlich für Rang 2 hinter Goethe und knapp vor Lichtenberg gereicht haben. Großes Entsetzen folgte im Anschluss an die Siegerehrung. Uns wurde mitgeteilt, dass aufgrund einer Vorgabe des Kultusministeriums in diesem Schuljahr jeweils nur die Siegermannschaft der Region zum Landesentscheid fahren darf. (Man begeht 50 Jahre JtfO mit einer Großveranstaltung. In dieser Form geschieht das aber meiner Meinung nach aber auf Kosten der vertretenen Sportarten, die so nur Rumpfwettkämpfe durchführen können.)

So wurde die stärkste Turnmannschaft, die wir der GSM in den letzten Jahren bereitstellen konnten, durch die Politik um die Früchte ihrer Arbeit gebracht, zumal Luna am Balken (11,50 P) und Nele im Vierkampf (49,75 P) gezeigt haben, dass sie unter den Bedingungen der LK 4 auch mit Bundesligaturnerinnen mithalten können…


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Datum des Ausdrucks: 18.01.2020